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Evangelisch-Lutherische Paulus-Kirchengemeinde Altona

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Mehr aus dem Stadtteil

FLAKS seit 10 Jahren in Altona-Nord

Orange am Alsenpark

 

Wer kennt es nicht, das auffallende orangene Haus am Alsenpark?

 

Vor über 10 Jahren wurde es von FLAKS, dem Zentrum für Frauen in Altona, und dem Spielhaus Alsenpark bezogen.

 

FLAKS ist eine interkulturelle Anlaufstelle für Frauen aller Nationalitäten und Altersgruppen. Die Angebote öffnen Wege, sich kennenzulernen und  sich gegenseitig zu unterstützen. Viele Frauen lernen sich hier erst kennen und merken später, dass sie Nachbarinnen sind. Die Nachfrage nach dem Programm, das Begegnung, Beratung und Bildung sowie Beschäftigung als Bundesfreiwillige oder Ehrenamtliche anbietet, ist groß. Maßgeblich ist, was die Besucherinnen an Bedürfnissen und Wünschen mitbringen.

 

Täglich steht eine Erstberaterin bei einer Tasse Kaffee oder Tee für alle Fragen und Probleme des Alltags zur Verfügung. Frei zugänglich für alle Frauen sind ein Kopierer, ein Faxgerät und PCs. Grundlagen im Umgang mit PCs können in Kursen und angeleiteten Online-Treffs gelernt werden. Im Kurs „Deutsch im Alltag“ lernen die Teilnehmerinnen alltagspraktische Dinge zu regeln, ein anderer Kurs bereitet auf den Hauptschulabschluss vor. Es gibt eine Tauschbücherei und im Nähkurs können die ersten Stiche gemacht werden. Mütter auf Abeitssuche werden beratend unterstützt und im Arbeitsalltag begleitet.

 

Alle Frauen sind zum offenen Frühstückstreff (mittwochs und freitags) und zu einem günstigen Mittagessen (dienstags und donnerstags) eingeladen. Flüchtlingsfrauen sind ausdrücklich willkommen und können an allen Angeboten teilnehmen.

 

 

 

 

"Platz ohne Namen" und Tucholsky-Quartier

Es tut sich etwas in unserem Stadtteil.

 

Mehr dazu unter www.platz-ohne-namen.jimdo.com und www.tucholsky-quartier.de

 

 

 

 

Altes nicht gleich wegwerfen …

Wir geben Menschen und Dingen wieder Wert!

 

Nutzmüll – auf diesen Verein wurden wir aufmerksam, als es darum ging, was aus unseren alten Stühlen mit dem abgenutzten Charme der 70iger Jahre werden sollte. Denn Geld, um neue anzuschaffen, gab es nicht. Aber wie wäre es mit aufarbeiten? Wir machten uns auf die Suche und fanden Nutzmüll. Das Ergebnis sind schöne, aufgearbeitete Stühle und das Wissen, wie nützlich Nutzmüll für viele Menschen ist.

 

Dieser Verein wurde 1984 von umweltbewussten Bürgern in Ottensen gegründet. Anlass waren einige Fälle von Müllverseuchung wie z. B. in Georgswerder. Heute ist das Umweltthema aktuell wie nie zuvor. Nutzmüll e.V. ist inzwischen ein anerkannter Beschäftigungsträger mit ca. 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Eineurojobber und 25 festangestellten Mitarbeitenden. Das Hauptanliegen ist die Verknüpfung von Beschäftigung und Qualifizierung sowie beruflicher und sozialer Integration von Langzeitarbeitslosen, oft auch mit körperlichen oder psychischen Handicaps. In Weiterführung des Ursprungsgedankens des gelebten Umweltschutzes beteiligt sich Nutzmüll e.V. auch an der Stadtteilpflege in Osdorf, Altona und Barmbek.

 

Zu Beginn wurde die Wurmbank, eine Kompostkiste für Küche und Balkon, entwickelt. Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeefilter etc. sollten nicht einfach in die Mülltonne kommen, sondern wieder aufbereitet werden. Nur wenig Platz verbrauchend, konnte jeder sich diese Kiste in die Küche oder auf den Balkon stellen und so seine eigene hochwertige Blumenerde herstellen. Nutzmüll e.V. ist Hersteller und Vertreiber der Hamburger Wurmbank.

 

1989 kamen eine Tischlerei und eine Fahrradwerkstatt dazu. In der Tischlerei kann jeder für sich selbst aus gespendetem Holz etwas bauen, oder es werden alte Möbel aufgearbeitet. Auch in der Fahrradwerkstatt werden gespendete Räder, manchmal mit zugekauftem Material, verkehrssicher aufgepeppt und verkauft. Inzwischen hat der Verein sich um eine Polsterei, eine PC-Werkstatt und die Stadtteilpflege vergrößert. Für Menschen mit geringem Einkommen lohnt sich der Weg zu Nutzmüll e.V., um günstig ein flottes Fahrrad, einen coolen PC oder anderes zu erwerben.

 

Renate Winter

 


Haben auch Sie ein Möbelstück, das in neuem Glanz erstrahlen soll? Dann wenden Sie sich an
Nutzmüll!
Spenden sind willkommen: Fahrräder, PCs, Stoffe, Holz ...

 

Nutzmüll e.V.
Recyclingwerkstatt Altona
Boschstr. 15 b
22761 Hamburg
Tel: 040-890663-0
www.nutzmuell.de
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8.00 – 15.00 Uhr

 

 

 

 

Gegenseitige Hilfe

Umsonstladen in der Stresemannstraße 150

 

Bücher, Kleidung, Geschirr: Der kleine Laden in der Stresemannstraße 150 birgt so manch Nützliches. Eine junge Frau erklärt, wo was zu finden ist. Nur eines sucht man vergeblich: Preise. „Hier geht es darum, Dinge als nützlich zu sehen, nicht als Träger von Wert“, erläutert Hilmar Kunath vom Arbeitskreis Lokale Ökonomie, kurz AK-LÖk

(www.AK-Loek.de, Tel. 040-39 90 64 88). „Die meisten von uns sind abhängig vom Warenmarkt und Erwerbszwang über Geld. Andererseits ist seit den 80er Jahren klar, dass Dauerarbeitslosigkeit bleiben wird.“

 

Um Alternativen zu bieten, entwickelt der 1999 gegründete Arbeitskreis Projekte zur gegenseitigen Hilfe. Anstatt von früh bis spät zu schuften, wie viele Erwerbstätige es tun, suchen die Aktiven Wege selbstbestimmteren Wirtschaftens. Prinzipien sind gegenseitige Hilfe und Gemeinschaftsarbeit. „Heute hatte ich ein Problem an meinem Auto. Arne mit seinem technischen Sachverstand half mir, es zu beheben.“ So erklärt Kunath, wie das praktisch funktioniert.

 

Der Umsonstladen ist eines der Projekte. Es gibt dort Dinge des täglichen Bedarfs, ebenso können diese abgegeben werden. Die Spenden der Nutzerinnen sind freiwillig, aber nötig für die Miete. Die Aktiven des AK-LÖk betreuen die Projekte während der Öffnungszeiten und helfen sich auch vielfältig gegenseitig. Außer dem Umsonstladen befinden sich in der Stresemannstraße die Fahrradreparatur (Nr. 142), das Kleinmöbellager, die Elektro-Reparatur (Nr. 136) und die Kreativwerkstatt (Nr. 144). Dort erhalten die Nutzerinnen die Dinge und Dienste gegen eine Spende zur Deckung der Kosten.

 

Können Initiativen wie der AK-LÖk die Gesellschaft verändern? Kunath sieht eine Tendenz: „Zunehmend wollen Menschen ihren Nahbereich bestimmen. Sie gründen selbstorganisierte Initiativen. Wir wollen materielle Entlastung schaffen, zusammen Freude haben und unsere Fähigkeiten gemeinsam entwickeln.“

 

Elisabeth Haffer

 

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